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Fachveranstaltung RSA / ASR A5.2

6. Februar 2017 |

Durch ein Rundschreiben des Verkehrsministeriums Baden Württemberg zum Jahreswechsel 2016/17 fand eine „Vorab“ Einführung des Entwurfes zur ASR A5.2 statt. Durch diese Aktualität und die entstehenden Konflikte in der Umsetzung bestand ein sehr großes Interesse an unserer Veranstaltung. Es waren über 50 Personen aus verschiedenen Bereichen des Verkehrswesens anwesend.

StVO und RSA gelten nicht für den Schutz der Beschäftigten, sondern zur Lenkung und Leitung des Verkehrs. Geltende Rechtsgrundlagen für den Schutz der Beschäftigten vor den Gefahren des Straßenverkehrs sind vorhanden (BaustellV, ArbStättV). Zurzeit müssen die Schutzmaßnahmen (z. B. Sicherheitsabstand, freie Bewe-gungsfläche) im Einzelfall im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung ermittelt und festgelegt werden. Bei Festle-gung der Maße besteht bis zur offiziellen Veröffentlichung keine Rechtssicherheit für die beteiligten Bauherren, Ingenieurbüros, Koordinatoren, Baufirmen etc. Erst nach offizieller Einführung der ASR A5.2 bestehen Rechts- und Planungssicherheit und damit Mindestbreiten für Fahr- und Arbeitsstreifen.

Mit der Veröffentlichung der ASR A5.2 ist sie rechtlich gesehen, zum Stand der Technik geworden. Alles was zuvor in der Art veröffentlicht wurde ist entweder in die ASR A5.2 eingegangen. Im Streitfall, z. B. einer gericht-lichen Auseinandersetzung, wird das Gericht (auch Gutachter und Sachverständige) auf der Basis der ASR A5.2 sein Urteil fällen. Diese Tatsache löste eine große Diskussion über Teil- , Vollsperrungen und die Umsetzbarkeit von Baumaßnahmen aus. Selbst die täglichen Sperrungen für Unterhaltungsarbeiten oder Vermessungsarbeiten sind der ASR A5.2 unterworfen. Dass es im Konkreten manchmal einen Aufwand annimmt der dem Außenste-henden als übertrieben vorkommt ist allen bewusst. Doch die Fürsorgepflicht für Mitarbeiter oder die Rechtssi-cherheit für den Verantwortlichen wiegen sicher mehr.