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Fortbildungsveranstaltung und Mitgliederversammlung der Bezirksgruppe

8. März 2018 |

Der Fortbildungsveranstaltung am 08. März 2018 vorgeschaltet war eine Mitgliederversammlung der Bezirksgruppe. Ein neuer stellvertretender Bezirksgruppenvorsitzenden war zu wählen. Seither hatte Kollege Eberhard Kalka mehr als 10 Jahre lang dieses Amt bekleidet. Er war im Sommer 2017 in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Wegen der notwendigen Kontakte, wegen des aktuellen Blicks auf das Geschehen in Verwaltung, Büros und Baufirmen und die technischen Entwicklungen sowie wegen des leichten Zugriffs auf Büro- und Kommunikationsequipment ist es sinnvoll, dass der Vorsitzende und sein Stellvertreter im aktiven Berufsleben stehen. Zur Neuwahl der Leitung unserer Bezirksgruppe hatte sich dankenswerter Weise Kollege Joachim Zorn, stadtlandingenieure GmbH, bereiterklärt, den stellvertretenden Vorsitz zu übernehmen. Er wurde einstimmig gewählt und erhielt gleichzeitig Procura für die Finanzen bzw. das Vereinskonto der Bezirksgruppe. Der Bezirksgruppenvorsitzende kündigte an, dass aus jetziger Sicht spätestens in 5 Jahren seine Nachfolge zu regeln sei. Dann wolle er in den Ruhestand treten, bis dahin sei er bereit, den Bezirksgruppenvorsitz führen.

Die Bezirksgruppe Ellwangen wurde 20.09.67, also vor über 50 Jahren gegründet. Seit Anfang an dabei und immer noch Stütze der Bezirksgruppenarbeit ist Frau Katherina Kruttschnitt, der ein besonderer Dank dafür gilt. Sie hat den bislang 5 Bezirksgruppenvorsitzenden die Sekretariatsarbeit erledigt und die Veranstaltungen und Bezirksgruppenreisen organisiert. Insgesamt hat die Bezirksgruppe bislang 397 Veranstaltungen, Besichtigungen und Reisen mit 12.147 Teilnehmern durchgeführt.

Die Fortbildungsveranstaltung stand unter dem Thema Vorerkundung von Straßenbauwerken – Umgang mit den Homogenbereichen. Sie fand in den Räumen des Aalener Baustoffprüfinstitutes (ABPI) statt und hatte 41 Teilnehmer angesprochen. Unser Mitglied Dipl.-Ing. Joachim Schmid, Leiter des ABPI stellte in seinem Vortrag die technischen Möglichkeiten zur Erkundung des vorhandenen Straßenoberbaus dar. Wichtig war ihm, die Straße und ihre Schäden vorab genau in Augenschein zu nehmen und bereits daraus die Schlussfolgerungen für ein sinnvolles Untersuchungsprogramm zu ziehen. In Abstimmung mit dem Auftraggeber gilt es dabei, die budgetbestimmten Sanierungsvarianten und Zielvorstellungen zu berücksichtigen, um die aufwendigen Untersuchungen auf das Notwendige zu beschränken, aber dennoch in dem notwendigen Maße und an den richtigen Stellen durchzuführen. Eine entsprechende Erkundung erlaubt eine umfassende Bewertung des vorhandenen Tragverhaltens der Straße und, ggf. auch abschnittsweise unterschiedliche, maßgeschneiderte Lösungsansätze für mögliche Bauverfahren und eine wirtschaftliche Straßensanierung. Dabei müssen auch die umweltrelevanten Kennwerte der im Oberbau angetroffenen Materialen ermittelt werden. Sie haben Einfluss auf den Bauablauf. Kann Material wiederverwendet, unter welchen Bedingungen zwischengelagert werden? Was ist zu beachten, damit Stoffe nicht vermischt werden und damit eine veränderte Deponierfähigkeit erhalten? Was muss ggf. teuer entsorgt werden? Über die Untersuchungsmöglichkeiten und die verschiedensten Vorschriften zum Wiedereinbau, die Deponierung und die Entsorgung referierte der stellvertretende Prüfstellenleiter B. Sc. Geoökologie Carlo Dambacher.

Deutlich wurde in der Veranstaltung: Die Baugrunderkundung und Beratung des Bauherrn hört nicht mit der Abgabe des entsprechenden Erkundungsgutachtens auf. Vielmehr sind auch während der Baudurchführung ggf. begleitende Untersuchungen und Rückkoppelungen nötig, um die technisch sinnvollste und wirtschaftlichste Lösung zu finden und das Streitpotential zwischen Auftraggeber und -nehmer zu minimieren.