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Im Epizentrum des Bauens angekommen

3. Oktober 2013 |
Tagung der Vereinigung der Verkehrsingenieure Die Zeit, da Straßenbauer sich voll auf möglichst breite und leistungsfähige Trassen konzentrierten, ist vorbei. So hatte es zumindest bei einer Tagung der Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure Baden-Württemberg (VSVI) den Anschein. In Zeiten knapper Kassen beschäftigen sie sich zunehmend damit, wie die Verkehre in Zukunft auch ohne Neubaumaßnahmen bewältigt werden können: etwa durch die attraktive Umgestaltung von Ortsdurchfahrten (wir berichteten) oder durch intelligente Leitsysteme und ein Verkehrsmanagement; dazu referierte Ralf Thomas aus Stuttgart. Schulterschluss Auch die Öffentlichkeitsarbeit und der Schulterschluss zu anderen Expertenverbänden sollen ausgebaut werden. Heilbronns Baubürgermeister, Architekt und Stadtplaner Wilfried Hajek begrüßte die geballte Präsenz von Fachingenieuren augenzwinkernd „im Epizentrum des Bauens“, wie er mit Blick auf die Allee zu verstehen gab. Gleichzeitig warb er für sichere Arbeitsplätze im Baudezernat, wo man wegen des Fachkräftemangels große Probleme habe, alle Stellen zu besetzen, aber wohl auch wegen der vielen Baustellen. Weit über den Ausbau der Stadtbahn stehen bekanntlich bis zur Bundesgartenschau 2019 und dem darauf wachsenden Stadtteil Neckarbogen allerhand Aufgaben vor der Tür. Großbaustelle Die Kollegen staunten nicht schlecht: bei Stadtführungen, die bis zur Audi-Großbaustelle und durch den Hafen zum neuen Heilbronner Container-Terminal führten. Auch der gesellige Teil kam nicht zu kurz, so freute sich der neue Bezirksgruppenchef Martin Müller vom Straßenbauamt des Hohenlohekreises, seinen Vorgänger Hartmut Sugg zu treffen, und dieser wiederum Christiane Ehrhardt, seine Nachfolgerin im Heilbronner Amt für Straßenwesen. Selbst für etwas Politik war Zeit. So freute sich Geschäftsführer Jürgen Karajan, dass im Lande „nach gefühltem Stillstand“ wieder Geld in Straßen fließt, zumindest für die A8.