Drucken

Besichtigung des Betriebshofs der Freiburger Verkehrs AG (VAG)

15. November 2018 |

Pünktlich um 15.00 Uhr trafen sich 24 Interessierte im Betriebshof der VAG, wo wir vom Pressesprecher der VAG, Herrn Hildebrand empfangen und begrüßt wurden. Zunächst wurde die VAG als Tochter der Stadt Freiburg vorgestellt, sowie deren Entwicklung, heutige Aufgabe und Bedeutung.

Bild 1: Die Besuchergruppe vor dem Betriebshof der VAG
Bild 1: Die Besuchergruppe vor dem Betriebshof der VAG
Bild 2: Pressesprecher Hildebrand bei den einführenden Worten
Bild 2: Pressesprecher Hildebrand bei den einführenden Worten

Die Stadt Freiburg hat schon früh auf die Straßenbahn als ÖPNV-Verkehrsmittel gesetzt: Erste Straßenbahn nach Günterstal in der Ära von OB Winterer danach mit dem Wachsen der Stadt wuchs auch der Aufgabenbereich der heutigen VAG (Erschließung neuer Stadtteile und Ausbaumaßnahmen wie derzeit der Ausbau der neuen Rotteckringlinie, Eröffnung auf den 16.03.2019 terminiert). So ist die Straßenbahn unter den Gesichtspunkten Feinstaub/Lärm als platzsparende und umweltfreundliche Alternative zum Individualverkehr nicht wegzudenken. So transportiert die VAG zwischenzeitlich ca. 220.000 Fahrgäste/Tag respektive 80 Mio./Jahr. Diesen allgemeinen Informationen folgte nun der Rundgang durch den Betriebshof. Zunächst zur Betriebsleitstelle, welche 7 Tage/Woche 24 Std. besetzt ist.

Bild 3: Blick in die Leitstelle
Bild 3: Blick in die Leitstelle

Von hier werden durch den Verkehrsmeister anhand von Bildschirmen (35 Kameras) draußen die Verkehre kontrolliert und koordiniert. Störungen werden hier angezeigt und deren Behebung organisiert. Als Besonderheit wird hier auch der Betrieb der B 31-Ost Tunnel überwacht, da bei der VAG ohnehin ein 24-Stunden Dienst besteht.
Die Schreinerei, zuständig auch für das Gebäudemanagement und auch die Scheiben an den Fahrzeugen (Folien, Vandalismus) war um die Besichtigungszeit bereits geschlossen wie auch die Elektrowerkstatt. Die Sattlerei darf pro Schultag im Schnitt 5 aufgeschlitzte Sitze reparieren.
Die Polizei versucht dagegen präventiv tätig zu sein.
Zur Fahrzeugtechnik wurden von Herrn Hildebrand auf die neue Fahrzeuggeneration Urbos 100 der spanischen Fa. CAF eingegangen. Die ersten Fahrzeuge für die VAG war auch deren Markteinführung in Deutschland. Zu Anfang wurde das „Quietschen“ in Kurven bemängelt. Hier wird versucht durch „Schienenkopfkonditionierungsanlagen“ Abhilfe zu schaffen, d. h. die Schienen werden in den Kurvenbereichen geschmiert.

Bild 4: Der URBO 100
Bild 4: Der URBO 100
Bild 5: Werkstattimpression
Bild 5: Werkstattimpression

Weiter ging der Rundgang durch die Karosserieschlosserei/Blechnerei sowie die Bus- und Schienenfahrzeug-Garage.

Bild 6: Busgarage v
Bild 6: Busgarage
Bild 7: Schienenfahrzeuggarage
Bild 7: Schienenfahrzeuggarage

Als Besonderheit wurde eine Unterflurdrehbank zum Schleifen der Radreifen (z.B. nach einer Vollbremsung) präsentiert. Ein Radreifen hat eine Lebensdauer von ca. 350.000 km. Die Betriebswerkstatt ist ebenso im 3-Schichtbetrieb 7 Tage/Woche im Einsatz. Hier werden die Fahrzeuge für den nächsten Einsatz vorbereitet, erforderlichenfalls gewaschen (800 ltr. Wassertank, Wasser wird gereinigt von Öl und Sand).

Bild 8: Waschanlage mit Dachbegehungsanlage
Bild 8: Waschanlage mit Dachbegehungsanlage

Als Besonderheit ist hier eine Dachbegehungsanlage mit besonderen Sicherheitsvorkehrungen zu erwähnen, da die Antriebstechnik (Strom!) hauptsächlich auf dem Dach montiert ist. Ergänzend sind noch die Elektrotechnik (Hubsteiger), Fahrscheinautomaten, Drucker, Videokameras etc. zu erwähnen.
Nach dieser interessanten und informativen Führung gebührt Herrn Hildebrand ein großes Dankeschön durch unseren Vorsitzenden Herrn Schmidt.
Bei dem anschließenden vorweihnachtlichen Abschluss waren leider nicht mehr viele Mitglieder anwesend, was den Anwesenden aber nicht den Spaß verdorben hat.

Peter Burkart

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.